Schizophrenie-Heilungs-Kurse am Schreiben

Im Moment bin ich daran, Genesungskurse für Schizophrenie zu schreiben. Im ersten Kurs wird es um das Ertragen von Halluzinationen gehen. Das Ziel ist, dass ihr bis an die Zähne mit den richtigen Waffen bestückt seit, um gesund handeln zu können. Der Kurs heisst „Gedanken-Kino“. Das Gedankenkino soll als Idee hinhalten, wie wir unsere Gedanken beobachten können und so die Macht über sie bekommen. Und das Wichtigste: Dass wir dann mit der bekommenen Macht nichts Blöderes anstellen und alles noch schlimmer machen, als es eh schon war. Die Macht, welche man über die Gedanken bekommt, sollte man wirklich auch nicht missbrauchen. Ich selbst war bis jetzt immer so eingestellt, möglichst wenig Macht zu benutzen und andere Wege zu finden. Vielleicht wird mir der Kurs auch ein paar Punkte für mich selbst zeigen, welche wichtig sind und verhältnismässige Resultate bringen. Manchmal muss man auch eine Strategie einschlagen, obwohl man weiss, dass es eine Schlechte ist. Doch besser wäre es alle mal, wenn man sich vorher Gedanken machen kann und sich so sicherer wird, in welche Richtung es gehen könnte und was wir auf jeden Fall vermeiden sollen.

Manchmal braucht es keine Antwort

Es ist sehr wichtig zu verstehen, dass man sich in einer Schizophrenie in einer immer absurderen Lage befindet. Alles weil man immer wieder auf die aktuelle Situation reagiert. Man könnte sagen, es ist wie mit der Regierung im Moment und dem Coronavirus. Eine Reaktion folgt der Nächsten und man könnte sich irgendwann irgendwo befinden, wo man nicht will. Diese Reaktionen sind eine Art Kettenreaktion, obwohl sie für den Schizophrenen so erscheinen, nicht als zusammenhängend betrachtet werden. Deshalb sollte man sich immer wieder überlegen, ob man ein Gedanke oder ein Halluzination einfach sich selbst überlässt und gegen Sie nichts tut. Einfach einmal keine Antwort geben, anstelle immer etwas tun wollen, bedeutet nämlich diese Kettenreaktionen zu unterbrechen und zu verstehen, wo man sich eben wirklich befindet. Es bedeutet, zu wissen, dass wir unmöglich alles behalten und erinnern können, selbst wenn wir dies wollen, wie ich es wollte. Es war dann wirklich keine gute Idee, dass ich mich an alles erinnern und alles behalten wollte. Es führte genau dazu, dass eine Kettenreaktion stattfand, die mich an einen Ort führte, an den ich nicht kommen wollte und an dem man besser auch gar nicht sein will. Wer will schon in eine Psychiatrie? Ich verstand erst, woran ich war, als mein Vater mir sagte: Robert, es ist kein Zufall, dass du in der Psychiatrie gelandet bist. Und ich konnte ihm nur zustimmen. Es war wirklich kein Zufall und es war schon immer wieder der Fall gewesen. Ich habe mich in etwas reingeritten, das völlig unkalkulierbar war. Alles, weil ich zu allem, immer mehr als eine Antwort, brauchte. Ich befand mich also in einer krassen Kettenreaktion und war unfähig zu verstehen, was Pausen und Erholung bedeuten, nämlich, dass man manchmal keine Antwort gibt.

Schizophrenie Genesungs Test

Dieser Test sollte dazu führen, dass Sie verstehen unter welchen Umständen Sie genesen können.

Was soll man tun, wenn man etwas „falsch“ tut?

Wenn du selbst festgestellt hast, dass du etwas falsch tust, dann bist du schon auf dem besten Weg zur Besserung. Wenn andere dir sagen, dass du etwas falsch tust, musst du dies erst einmal verstehen, was es konkret bedeutet. Doch wie soll man nun handeln? Man tut es ja eben falsch?
Wenn wir etwas falsch tun, ist das Wichtigste, dass wir wissen dass es falsch ist. So war es auch mit meiner Aufgedrehtheit. Ich war aufgedreht und merkte es nicht einmal. Etwas wichtiges, ist also, zu merken, wenn man aufgedreht ist. Doch der zweite Punkt, was zu wissen, dass es schlecht ist, aufgedreht zu sein. Es ist falsch. Der dritte Punkt ist die richtige Antwort auf das falsche Verhalten zu finden. In meinem Fall bedeutet es, dass ich einfach nichts mehr getan habe, weil ich aufgedreht war. Weil ich mich richtig verhielt, war das aufgedreht sein, kein Problem mehr.
1. Erkenne und merke, wenn du etwas falsch machst
2. Erkenne ob es gut oder schlecht ist, was du tust. Tut es dir gut? Tut es dir nicht gut?
3. Finde die Antwort, welche die negativen Möglichkeiten reduziert und dich stabilisiert.
Beim Finden einer Antwort ist es oft so, das es reicht einfach nichts zu tun. Aus der Ruhe heraus, sollte man handeln und nicht vom einen ins Nächste. Das heisst, richtig zu handeln, bedeutet zwischen den Handlungen immer Pausen zu haben. Pausen sind da, damit wir entscheiden können, was das beste für uns zu tun ist. Doch wir können die momentan beste Tätigkeit nicht herausfinden, wenn wir keine Pause machen. Natürlich sollten wir uns dann auch in den Pausen Zeit nehmen, zu bewerten, welche Tätigkeiten Sinn machen und uns gut. Manche Tätigkeiten sind wirklich nur von unserem Zustand abhängig. So führte der Zustand, dass ich aufgedreht war, dazu, dass ich mehr Pausen machen musste. Ich machte nicht Pausen, weil ich es gerne getan hätte, sondern weil es mir gut tut, nichts zu tun, wenn ich aufgedreht bin.