verlieren können

Es heisst, wir sollten verlieren können. Das Schlimmste ist, ein Verlierer, der nicht dazu stehen kann, dass er verloren hat. Wir als Schizophrene, müssen fähig werden, einzusehen, wann wir verloren haben. Es geht nicht darum, dass wir unseren Gedanken folgen und alles an uns ziehen. Es eht nicht darum, dass wir ständig zu den Gewinnern gehören und alles immer richtig machen. Natürlich ist es schön, wenn man ständig zu den Gewinnern gehören. Doch dies ist einfach nicht realistisch. Deshalb sollten wir auch verlieren können. Einfach zu uns stehen und zugeben, wenn etwas nicht so rauskam, wie wir es wollten.

Es ist normal, dass es uns nicht nach der Nase läuft. Doch dies bedeutet nicht, dass man uns hasst. Es muss auch nicht schlimm sein, zu verlieren. Es kann sogar ein Segen sein, wenn man einsieht, das man nicht hätte gewinnen können. Ich musste auch merken, wann ich verloren hatte. So hörte ich auf, Tischfussball zu spielen, weil ich wusste, dass ich verlieren würde. Es war ein Segen, zu erkennen, dass ich in diesem einen Punkt nichts erreichen konnte. Es war auch ein Segen, zu erkennen, dass Computerspiele mir nicht viel bringen. Ich musste erkennen, wo meine Schwächen liegen und wo ich also immer wieder ein Verlierer sein werde. Dies setzt Ressourcen frei, weil man dann Dinge unterlässt, die man sowieso nicht auf die Reihe kriegt.