vergessen

Manchmal vergessen wir etwas und wollen es zurückholen. Dabei ist es dann oft besser, sich nicht anzustrengen, nur um es wieder hervorzuholen. Das heisst, genauso wie wir verlieren können sollten, genauso sollten wir fähig sein zu vergessen. Es geht dabei um ein Vertrauen, dass wenn etwas wirklich wichtig ist, es schon wieder nach oben kommt. Und so lange uns auch noch nichts egal ist, wird sich unsere Programmierung anpassen und wenn etwas wichtig ist, wird es dann wieder nach oben kommen. Etwas zu vergessen bedeutet also eigentlich immer, dass es nicht relevant war, sondern wir uns unter Umständen sogar darum schämen.

Wir müssen nicht alles ans Licht zerren, sondern wir sollten immer vom Ist-Zustand ausgehen. Natürlich kann es von Hilfe sein, etwas zu kommunizieren, wenn wir es nicht vergessen können. Doch hier beim Vergessen, geht es nicht darum, etwas vergessen zu wollen, sondern sich einzugestehen, ob man es im Dunkeln lässt, weil es sowieso sich in den Hintegrund begeben hat. Wir sollte nichts erzwingen und somit auch nicht sich zu erinnern oder zu vergessen. Zwang löst meist auch einen weiteren Zwang aus. Wir sollten die Dinge so belassen, wie sie sind.

vergeben

Wie macht man am Besten seine Mitmenschen verantwortlich und schuldig? In dem man ihnen vergibt. Es ist nicht so, dass Vergebung wertfrei ist. Wenn wir jemandem vergeben, dann sagen wir damit, dass er schuldig ist und wir so erhaben sind, ihm die Schuld zu erlassen. Jemandem zu vergeben bedeutet, dass jemand schuldig ist. Doch bei uns selbst, sollten wir wissen, ob wir eine Schuld haben und meist ist es so, dass wir es nicht besser wussten und es deshalb nicht besser konnten. Es bringt also nichts, uns zu vergeben, weil wir es nicht besser konnten. Es war keine Schuld, sondern unsere falsche Programmierung, die das Leiden verursacht hat. Es war kein Fehler, sondern ein Irrtum auf unserer Seite. Wir waren nicht ganz da.

Doch unseren Mitmenschen sollten wir vergeben. Und natürlich können wir auch unseren Gedanken vergeben. Unsere Gedanken, unsere Halluzinationen, sollten es auf jeden Fall das nächste Mal besser machen. Zu vergeben bedeutet nicht nur, dass wir jemand schuldig sprechen, sondern auch zu verstehen, dass es sinnlos ist, schuldig zu werden. Weil es so sinnlos ist, schuldig zu sein, erlassen wir die Last, obwohl wir dann vielleicht wieder einen auf den Kopf bekommen werden. Vergebung ist sich bewusst, dass Fehler passieren! Wir sollten damit Leben lernen, dass Fehler passieren. Wir sollten auch lernen, dass ein einziger Fehler-Tropfen das volle Glas zum Überlaufen bringt, was zum Tod führt. Jeder Fehler, könnte das Fass zum Platzen bringen, wieso sollten wir also uns deshalb am Leben halten, wenn ein Tropfen zu viel, der Tod bedeuten kann? Vergeben wir einfach und sind wir entspannt, das ist viel wichtiger, als  darauf zu achten, dass uns Fehler töten können. Natürlich müssen wir die Fehler verstehen, doch wir müssen sie nicht mit Absicht grösser machen, sondern es geht darum, das Gute grösser zu machen.