loslassen

Es dem Schicksal überlassen. Schizophrene haben genau damit Mühe. Sie wollen es im Griff haben, doch sie machen viele Fehler dabei und verschwenden unnötige Kraft. Es wäre doch so entspannend, einfach alles seinem Schicksal zu überlassen. Wir müssen es nicht hinbiegen und schon gar nicht die ganze Welt retten. Wenn wir etwas müssen, dann dafür sorgen, dass es uns selbst gut geht. Es geht darum, was mir gut tut und nicht darum, alles an sich zu binden und sich an alles zu erinnern. Loslassen heisst das Gebot der Stunde. Wir müssen es nicht tun, sondern wir dürfen es. Wir müssten überhaupt nichts tun, selbst wenn wir dazu fähig sind. Wenn jemandem etwas nicht gelingt, dann soll er doch selbst herausfinden, wie er es selbst hinbiegen kann. Hilfe ist nicht nur oft überflüssig, sondern auch meist noch unerwünscht.

Lassen wir es also gleiten. Lassen wir also unsere Gedanken ziehen und gehen. Beobachten wir unsere Gedanken, wie sie vom einen ins nächste gehen. Schauen wir dem Strom des Lebens zu. Wenn wir denn wollen und genügend Informationen gesammelt haben, können wir immer noch zur Tat schreiten. Wenn wir aber erkannt haben, wie wir etwas richtig tun, dann sollten wir es tun. Doch bis wir erkannt haben, was richtig ist, kann viel Zeit vergehen, wenn nicht sogar das ganze Leben. Dabei wäre es wichtig, zu erkennen, was richtig und gut ist. Es wäre so wichtig, zu erkennen, was uns wohl tut und gut tut. Was uns bestimmt nicht gut tut, ist, wenn wir verkrampfen, weil wir verbissen an allem festhalten.