Spamfilter

Die Spam-Filter-Idee war mein Liebling. Es ging um Gedanken, die sich wiederholten und einfach nur nervten. Also dachte ich mir, legst sie einfach in den Spam-Ordner ab. Ich kennzeichnete tausende von Gedanken mit „Spam“. Es war dann klar, was ich damit gemeint habe. Doch leider hat die Spam-Funktion eine Art Ignorier-Funktion, was leider sehr unnützlich ist. Doch so lange man die Spam-Funktion in den Gedanken nicht als ein Ignorieren betrachtet, war sie sehr hilfreich. Der Spamfilter löschte dann auch ähnliche Gedanken raus. Und was am Spam-Filter eben besonders gut ist, dass man jederzeit in den Spam-Ordner oder wie er heisst, gehen kann, um nachzusehen, ob nicht irgendetwas fälschlicher Weise im Spam-Ordner gelandet ist. So lange man sich diesen Spam-Ordner jede Woche einmal ankuckt, ist das Wegwerfen von Nachrichten als Spam keine Ignorierfunktion. Es geht beim Spamfilter eben darum, herauszufinden, was man selbst gerne hören würde und was man auf keinen Fall sich reinziehen will. Man muss also schon eine leise Ahnung haben, was man löschen will. Und wie es bei der Schizophrenie ist, sie ist hartnäckig. Es wird also immer wieder ein paar Gedanken geben, die sich nicht einfach so in den Spam-Ordner verschieben lassen. Doch natürlich gibt es auch für diese Gedanken und Halluzinationen besondere Massnahmen.