annehmen

Das Annehmen ist ähnlich wie das Akzeptieren, hat aber noch einen anderen Aspekt. Um etwas durchdenken zu können, muss man es annehmen. Das heisst, damit ich von etwas ausgehen kann, muss ich es annehmen. „Ich nehme an, du meinst dies und das?“. Etwas anzunehmen, bedeutet auch fähig werden es zu verstehen. Im Kampf ist es auch wichtig, zu spionieren. Durch das Annehmen spionieren wir auf eine Art. Hätten wir es nicht agenommen, könnten wir darüber nicht nachdenken und auch keine guten Schlüsse ziehen.

Bei Psychosen und Trips ist genau dieses schlecht durchdenken oft ein Problem. Und durch das Annehmen könnten wir vieles besser lernen zu durchdenken. Wir sollten dann aber konsequent sein und alles annehmen. Das heisst, wir sollten genauso durchdenken, was der Psychiater gemeint hat, wie der beste Freund und auch unser Feind. Ohne es anzunehmen, wollen wir gar nicht tiefer in alles eintauchen, was aber nicht bedeutet, dass wir trotzdem nicht tiefer in etwas eintauchen. Wirklich genug können wir nur von etwas bekommen, in das wir ganz tief abgetaucht sind. Denn ist etwas nicht so schlimm, müssen wir gar nicht davon genug bekommen.

Etwas anzunehmen, kann sowohl bedeuten, dass wir genug davon bekommen, als auch, dass wir gar nicht genug davon bekommen müssen, weil wir es verstehen und seine Konsequenzen auch. Verstehen wir die Konsequenzen und nehmen wir sie an, werden wir das entsprechende nicht mehr tun, aber wir können dann trotzdem darüber diskutieren. So lange man über etwas nicht mehr reden will, könnte man sagen, dass man es noch zu wenig verarbeitet hat. Doch, wenn wir über etwas reden wollen und es nicht verarbeitet haben, ist es auch keine gute Idee. Doch besser, wir reden über etwas, denn wir können auch sagen, dass wir es nicht so genau verstehen und es genauer verstehen wollen.

akzeptieren

Beim Akztepieren geht es darum, in der Gegenwart zu leben und genau zu wissen, was man ändern kann und was nicht. Wir sollten aber trotzdem alles akzeptieren, auch wenn wir es ändern können. Es geht darum, anzuerkennen, dass man eigentlich nichts ändern muss, sondern nur entdecken sollte, wie man etwas auch noch sehen kann. Das heisst, akzeptiere ich die Welt mit allem in ihr, dann sehe ich die Welt, wie sie wirklich ist. Dann sehe ich die ungeschönte Realität. Ich muss dann nichts mehr ändern, sondern nur noch entdecken, wie alles aufgeht.

Ich habe gehört, dass das Akzeptieren von Schmerzen und Wunden, diese verheilen lässt. Ja, nicht selten ist es so, dass man sich am Anfang des Lebens gegen alles sträubt und dann, wenn das Leben weiter fortgeschritten ist, nimmt man es plötzlich an. Meiner Meinung nach geht es nicht darum, sich gegen Schmerzen und Leiden zu sträuben, denn sie existieren nun mal. Viel mehr geht es darum, wie wir mit ihnen unser Leben gut gestalten. Es geht darum, zu akzeptieren, was ist! Wir haben dann automatisch einen Lohn, weil wir nicht mehr gegen Dinge kämpfen, die wir nicht besiegen können, sondern weil wir lernen zu entdecken, wie die Welt anders sein kann, ohne dass wir oder andere etwas ändern müssen.